Tipps zur richtigen Polstermöbelpflege

Polstermöbel sind vielseitig einsetzbar, herrlich bequem und können eine angenehme Wohlfühlatmosphäre im Raum zaubern. Ob im Esszimmer als moderner Freischwinger oder als lässiges Big-Sofa im Wohnzimmer, Polstermöbel sind in jedem Wohnbereich einsetzbar. Damit Polstermöbel auch möglichst lange schön bleiben, bedürfen Sie der richtigen Pflege. So sollte man alle 2-3 Jahre seine Polstermöbel professionell reinigen lassen. Für Zwischendurch reichen aber oftmals schon einige Tipps und Tricks zur Säuberung und allgemeinen Pflege.

Generelle Tipps

  • Bei Tüchern sollte dafür gesorgt werden, dass das Tuch nicht zu nass ist—es kann sonst Feuchtigkeit in das Gewebe dringen und zu Schimmel führen!
  • Wenn Sie Wasser benutzen, um einen Lappen anzufeuchten, ist es wichtig destilliertes Wasser zu benutzen. Leitungswasser ist kein guter Ersatz, da es möglicherweise einen auffälligen Wasserrand hinterlassen kann.
  • In den meisten Fällen reicht warmes Wasser, aber es gibt auch spezielle Shampoos und Reiniger für bestimmte Stoffe im Fachhandel.
  • Wenn nicht anders angegeben, immer in Strichrichtung wischen.
  • Es ist grundsätzlich eine gute Idee jede Reinigungsmethode erst auf einer kleinen, unsichtbaren Stelle auszuprobieren, vor allem wenn ein neues Reinigungsmittel benutzt wird.
  • Die Art des Flecks bestimmt die Reinigung. Eine gute Regel: im Zweifelsfalle ist der Rat des Reinigungsfachmannes unerlässlich!

Ledermöbel

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Glattleder

Besonders Ledermöbel sollten regelmäßig gepflegt werden, selbst wenn sie noch nicht schmutzig erscheinen. Es gibt verschiedene Arten von Lederbalsam und Lederpflegemittel, die speziell dafür geeignet sind. Gute Lederpflege garantiert länger geschmeidige Möbel und schützt das Leder vor Rissen und Kratzern. Diese Mittel sind sollte man zu erst immer auf einen Schwamm auftragen und leicht aufschäumen, statt direkt in das Leder einzuarbeiten. Beim Staubsaugen immer einen geeigneten Bürstenaufsatz verwenden und aufpassen, dass dieser keine scharfen Kanten besitzt, die das Leder verkratzen könnte. Eingetrocknete Flecken kann man vorsichtig mit destilliertem Wasser und neutraler Seife entfernen. Am besten macht man das mit einem weichen Vliestuch. Bitte aufpassen, dass Sie kein Mikrofasertuch dafür benutzen, da dieses die Oberfläche des Leders entfetten kann.

Tipp: Nach der Pflege das Möbelstück vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen, um Verfärbungen zu vermeiden.

Rauhleder

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Rauhleder ist im Vergleich zu Glattleder etwas anfälliger für Flecken und Schmutz. Hier sollte man bei der Reinigung besonders vorsichtig agieren. Statt mit Lederbalsam oder Creme, sollten bei Rauhleder fettfreie Sprays verwendet werden, die direkt auf die Stelle aufgesprüht werden können. Staub und Dreck können meistens durch Abstauben oder leichtes Absaugen gut entfernt werden. Verschmutzte Stellen können mit einem Lederradierer oder einer Gummibürste entfernt werden und damit das Leder auch wieder aufrauen. Flecken am besten mit destilliertem Wasser entfernen. Beim Trocknen mit dem Fön sollte man einen größeren Abstand halten und nur auf unterster Stufe den Fleck trocknen lassen. Wenn ein besonders schwieriger Fleck sich trotzdem nicht entfernen lässt, ist es empfehlenswert das Möbelstück von einem Profi reinigen zu lassen.

Tipp: Um das Trocknen schneller voranzutreiben, kann ein Fön benutzt werden. Dabei sollte man gut drauf achten, dass der Fön nicht zu warm wird und so den Stoff schädigt.

Baumwoll- & Wollstoffe

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Flockstoffe

Flockstoffe sind aus zwei Schichten aufgebaut, die durch einen aufwendigen Prozess verbunden werden, was die sehr haltbar und strapazierfähig macht. Dazu ist dieser Stoff auch noch sehr pflegeleicht. Flecken in Flockstoffen sollte man umgehend behandeln, da sie sonst zu tief ins Gewebe eindringen können. Flüssigkeiten wie z.B. Bier und Cola sollten zuerst mit einem trockenen Tuch aufgesogen werden. Erst danach sollte der Fleck behandelt werden. Bei milden Flecken reicht es oft, ein Tuch in lauwarmes Wasser mit etwas Seife zu tunken. Das Tuch dann in kreisenden Bewegungen über den Fleck bewegen. Danach ein anderes Tuch oder eine weiche Bürste benutzen, um die Fasern leicht aufzurichten. Bei hartnäckigeren Flecken kann auch ein Spezialreiniger verwendet werden.

Tipp: Bei Flockstoffen ist es wichtig, nie Lösungsmittel auf Petroleumbasis zu verwenden, weil Sie den Stoff nachhaltig schädigen können.

Leinen / Baumwolle

Leinen- und Baumwollstoffe sind natürliche Flachgewebsstoffe, die sehr angenehm auf der Haut sind. Bei leichter Verschmutzung ist es ratsam als erstes den Schmutz abzusaugen. Bei Baumwolle ist ein Staubsauger mit glatter Polsterdüse ohne Borsten am besten geeignet. Danach reicht es oft mit einer weichen Bürste den Fleck abzureiben. Bei Leinen sollte immer in Strichrichtung gebürstet werden. Bei Baumwolle ist es erlaubt gegen die Strichrichtung zu bürsten, sollte aber so gemacht werden, dass die Fasern aufgerichtet werden ohne das der Fleck weiter in das Gewebe gerubbelt wird. Hartnäckige Flecken können mit einem weichen Ledertuch entfernt werden, im Notfall auch mit Hilfe eines Polstershampoos oder einem aufgeschäumten Feinwaschmittel.

Tipp: Starkes Reiben lässt den Fleck nur noch tiefer in das Gewebe eindringen, deshalb sollte immer schonend gearbeitet werden.

Andere Fasern:

Chemiefasern

Chemiefasern sind deshalb vorteilhaft, da diese sehr langlebig und zugleich pflegeleicht sind. Die Fasern lassen sich meistens mit Nassreinigern als auch mit Schaumreinigern behandeln. Natürliche Chemiefasern werden generell nur gereinigt. Viskose, Modal, und synthetische Fasern können gewaschen werden, falls der Bezug abnehmbar ist. Das Waschen in der Maschine ist bei Viskose und Modal nicht empfehlenswert, da diese sonst einlaufen können. Sie sollten am besten mit der Hand gewaschen werden. Wie auch bei anderen Stoffen, sollten Flecken in Chemiefasern umgehend entfernt werden.

Tipp: Besonders bei Chemiefasern immer auf die Hersteller- und Produkthinweise achten, da eine immense Vielfalt und Vielzahl an Chemiefasern existiert, die besondere Pflege brauchen.

Mikrofaser

Mikrofasern wurden so entwickelt, dass sie besonders widerstandsfähig und extrem pflegeleicht sind. Die meisten Flecken können mit destilliertem Wasser und etwas milder Seife schnell entfernt werden. Hartnäckigere Flecken wie zum Beispiel Lippenstift und Kaffee, können mit einer Feinwaschmittellösung entfernt werden. Falls der Fleck etwas größer ist, kann eine Feinwaschmittellösung verwendet werden. Bei extremen Fällen kann auch Speziallreiniger für Mikrofasern verwendet werden, das ist in den meisten Fällen allerdings nicht nötig.

Tipp: Die Fleckentfernung sollte immer vom Rand weg nach innen beginnen, so dass der Fleck sich nicht ausbreiten kann.

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